Ich empfehle meinen Gästen immer das Apostolis in Chora, der charmanten Altstadt der Insel, wenn sie die echte lokale Küche mit einem modernen Touch erleben möchten. Das Apostolis liegt in einem malerischen Innenhof im Herzen von Naxos-Stadt, beschattet von einem großen Eukalyptusbaum und umgeben von schönen Steinmauern. Es bietet ein gemütliches, stimmungsvolles Ambiente, in dem traditionelle Inselaromen mit einer raffinierten Präsentation kombiniert werden. Für Gäste, die Apostolis besuchen möchten, empfehle ich, ein paar Tage im Voraus zu reservieren, da es sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern sehr beliebt ist. Das Restaurant öffnet am Abend und überzeugt mit warmem Laternenlicht — perfekt für ein romantisches Dinner oder einen entspannten Abend in Naxos-Stadt. Die ruhige Lage auf einem kleinen Platz bietet eine angenehme Flucht aus dem lebhafteren Treiben der umliegenden Straßen. Apostolis serviert eine sorgfältig zusammengestellte Speisekarte, die sich auf frische, lokale Zutaten konzentriert — wie Naxos-Käse, Kartoffeln, Gemüse und hochwertige Fleischgerichte. Das Highlight für viele ist das zarte Lammfleisch, das auf der Zunge zergeht, neben traditionellen griechischen Gerichten mit kreativen Akzenten. Ein besonderes Willkommensgeschenk ist die kostenlose Kürbissuppe, die von vielen Gästen wegen ihres einzigartigen und wohltuenden Geschmacks gelobt wird. Die Speisekarte bietet auch vegetarische und glutenfreie Optionen, sodass jeder etwas Leckeres findet. Der Service im Apostolis ist aufmerksam und freundlich — eine echte griechische Gastfreundschaft, wie man sie auf der Insel erwartet. Gäste schätzen die Sorgfalt bei der Zubereitung und Präsentation der Speisen sowie die herzliche Atmosphäre des Teams. Parkplätze sind in der Nähe begrenzt, daher ist ein kurzer Spaziergang oder die Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu empfehlen. Kurz gesagt: Für alle, die in Naxos-Stadt übernachten, bietet das Apostolis ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis — gehobene traditionelle Küche in einem der charmantesten und intimsten Plätze der Insel. Hier vereinen sich Essen, Ambiente und Service zu wunderbaren Erinnerungen an Ihren Aufenthalt auf Naxos. Reservieren Sie rechtzeitig — und kommen Sie hungrig, um ein Stück der kulinarischen Tradition der Insel zu genießen. Map – Route
Paradise Tavern – Kastraki
Als Vermieter, der seinen Gästen gerne die besten Orte der Umgebung empfiehlt, ist die Paradise Tavern in Kastraki auf Naxos ein Platz, den ich immer gerne vorschlage. Wer authentische griechische Inselküche erleben möchte, ist hier genau richtig. Direkt am Meer gelegen, unter dem Schatten der Tamariskenbäume, bietet die Taverne eine wunderbar entspannte Atmosphäre, die sich nach einem echten Stück Paradies anfühlt. Ich empfehle, in den Sommermonaten früh zu kommen, denn die Paradise Tavern ist besonders beliebt wegen ihrer wunderschönen Sonnenuntergänge und den frischen, lokalen Gerichten. Die besten Plätze – vor allem direkt unter den Tamarisken – sind schnell vergeben. Es ist ein idealer Ort für ein ruhiges Essen am Meer, bei dem man die traumhafte Umgebung in vollen Zügen genießen kann. Auf der Speisekarte stehen traditionelle griechische und mediterrane Gerichte aus frischen, regionalen Zutaten. Besonders zu empfehlen sind die Tages-Fischspezialitäten wie frische Dorade oder Garnelen sowie hausgemachte Klassiker wie griechischer Salat oder Kalbfleischgerichte. Die Portionen sind reichlich und die Preise fair – perfekt, wenn man hochwertige Küche genießen möchte, ohne das Budget zu sprengen. Man sollte beachten, dass halbe Portionen hier nicht üblich sind, daher lohnt es sich, das Essen gut zu planen. Und ein Tipp von früheren Gästen: Wenn man gelegentliches Tropfen der Tamariskenbäume auf den Tisch vermeiden möchte, wählt man am besten einen Platz unter dem Dach auf der Küchenseite. Der Service ist freundlich und herzlich – typisch griechische Gastfreundschaft, die Gäste sich sofort willkommen fühlen lässt. Auch wenn das Team manchmal viel zu tun hat, liegt der Fokus immer darauf, gutes Essen und ein angenehmes Erlebnis zu bieten. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall – egal, ob man in der Nähe wohnt oder gerade die Insel erkundet. Kurz gesagt: Wenn Sie auf Naxos sind und mich nach einem Restauranttipp fragen, ist die Paradise Tavern meine erste Empfehlung – authentische Küche, eine charmante Atmosphäre und ein unvergessliches Essen direkt am Meer. Bringen Sie Hunger und eine entspannte Stimmung mit – und genießen Sie das wahre griechische Lebensgefühl unter den Tamariskenbäumen im schönen Kastraki. Map – Route
Portara – Tempel des Apollon, Naxos-Stadt
Was ist die Portara und warum ist sie berühmt?Die Portara ist das gewaltige Eingangstor eines Tempels, der im 6. Jahrhundert v. Chr. begonnen und vermutlich dem Gott Apollon oder Dionysos gewidmet war – jedoch nie vollendet wurde. Heute steht der riesige Marmorrahmen allein auf der kleinen Insel Palatia, direkt gegenüber vom Hafen von Naxos-Stadt, verbunden mit dem Festland durch einen kurzen steinernen Damm. Seine enorme Größe und die dramatische Lage über dem Ägäischen Meer machen ihn zu einem der meistfotografierten Wahrzeichen der Kykladen. Für Besucher vereint die Portara mehrere Erlebnisse auf einmal: einen Einblick in die antike griechische Geschichte, weite Meerblicke und einen Logenplatz für unvergessliche Sonnenuntergänge. Da sie so nah am Hafen und an der Altstadt liegt, erreichen Sie sie bequem zu Fuß – ideal, auch wenn Sie nur kurz auf der Insel sind. Der Zugang ist kostenlos, rund um die Uhr möglich und besonders magisch in den goldenen Morgen- und Abendstunden. Wie gelangt man zur Portara in Naxos-Stadt?Einer der Vorteile eines Besuchs der Portara ist, wie einfach sie zu erreichen ist. Wenn Sie in Naxos-Stadt wohnen, können Sie von der Uferpromenade aus in etwa 5–10 Minuten zur steinernen Dammbrücke laufen. Folgen Sie einfach dem Hafen nach Norden – Meer zur Linken, Altstadt zur Rechten – und Sie sehen das Tor schon von weitem. Vom zentralen Busbahnhof ist der Fußweg ähnlich kurz. Busse von beliebten Stränden wie Agios Prokopios, Agia Anna oder Plaka enden nahe des Hafens – perfekt, um den Besuch mit einem Strandtag zu verbinden. Wenn Sie mit dem Mietwagen ankommen, gibt es Parkplätze rund um den Hafen; ab dort geht es zu Fuß weiter. Da der Weg dem Wind ausgesetzt ist, empfiehlt sich festes Schuhwerk statt Flip-Flops. Beste Besuchszeit: Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?Die Portara ist jederzeit zugänglich – aber die Tageszeit macht einen Unterschied. Für Fotografen und Romantiker ist der Sonnenuntergang der Klassiker: Die Sonne versinkt hinter den Nachbarinseln, der Himmel leuchtet orange-rosa und die Portara erscheint im dramatischen Silhouettenlicht. An klaren Tagen ist das beeindruckend – und Sie teilen den Moment oft mit Gästen aus aller Welt. Doch auch der Sonnenaufgang hat seine eigene Magie – und meist deutlich weniger Besucher. Am frühen Morgen haben Sie das Kap fast für sich allein. Das sanfte Licht bringt die Marmorstruktur wunderbar zur Geltung – und die Aussicht auf Naxos-Stadt bleibt friedlich. Wer die Ruhe liebt oder hohen Sommertemperaturen ausweichen möchte, sollte früh kommen. Was erwartet Sie vor Ort?Nach der kurzen Steinbrücke führt ein leicht ansteigender Pfad über Fels und niedriges Gestrüpp zum Monument. Der Boden ist uneben – Vorsicht bei Dämmerung oder nach Einbruch der Dunkelheit. Um die Portara herum informieren Schautafeln über Geschichte und Archäologie. Bitte nicht auf das Bauwerk klettern oder abseits der Wege laufen – zum Schutz des Monuments und der Besucher. Oben angekommen genießt man ein 360-Grad-Panorama: auf der einen Seite die weißen Häuser der Stadt und das Kastro, auf der anderen das offene Meer und umliegende Inseln. An windigen Tagen kann die Ägäis recht dramatisch sein – die Gischt erreicht manchmal die Brücke. Mit Kindern daher etwas Abstand zu den Klippen halten. Fototipps für die Portara• Golden Hour nutzen (kurz nach Sonnenaufgang / vor Sonnenuntergang)• Für Silhouetten: auf der Stadtseite gegen die Sonne fotografieren• Für Details: mit dem Licht im Rücken rund um das Monument gehen• Personen integrieren, um die Dimensionen zu zeigen• Bei Handy: auf den Himmel fokussieren → kräftige Farben Sonnenuntergänge können im Sommer gut besucht sein – daher früh die beste Perspektive sichern. Kombination mit einem Spaziergang durch ChoraDer Besuch der Portara passt ideal zu einem abendlichen Stadtspaziergang:– Erst durch die Gassen und das venezianische Kastro bummeln– Dann Richtung Hafen zur Portara → Sonnenuntergang– Zurück in die Altstadt → Abendessen in einer Taverne Alles ist bequem zu Fuß erreichbar – perfekt für Familien. Praktische Tipps für den Besuch• Festes Schuhwerk• Windjacke im Juli/August• Vorsicht bei hohen Wellen• 30–45 Minuten Zeit einplanen• Nicht ideal für Kinderwagen / Rollstühle Viele Besucher kommen mehrmals – einmal früh für Ruhe & Fotos, einmal am Abend fürs Farbspiel. Warum die Portara auf jede Naxos-Liste gehörtDie Portara ist mehr als eine fotogene Ruine. Sie verbindet Mythologie, Landschaft und moderne Inselatmosphäre an einem einzigen Ort. Für Erstbesucher ist sie meist die erste Station – für Wiederkehrer ein liebgewonnenes Ritual. Ob Geschichte, Fotografie oder einfach schöne Ausblicke – die Portara ist ein echtes Muss auf Naxos. Map – Route
Altstadt von Naxos
Die Altstadt von Naxos zeigte sich an einem warmen Spätsommermorgen in diesem besonderen Licht, das entsteht, wenn die Ägäis-Sonne auf weiß gekalkte Wände trifft. Bereits beim Aufstieg vom Hafen in Richtung des historischen Kastro begleitete den Besucher eine leichte Brise, die den Duft von Meersalz, frisch gebackenem Brot und einer Spur Jasmin mit sich brachte. Die Stadt wirkte einladend und zugleich geheimnisvoll, als wolle sie ihre Geschichten nur denen offenbaren, die bereit sind, genau hinzusehen. Je weiter der Weg bergauf führte, desto enger wurden die Gassen. In den kleinen Geschäften zu beiden Seiten boten lokale Handwerker ihre Werke an: handgefertigter Schmuck, farbenfrohe Keramik und Lederwaren aus den Händen erfahrener Meister. Hinter offenen Türen konnte man Einblicke in die Werkstätten erhaschen – ältere Männer, die Silber polierten, Frauen, die traditionelle Stoffe webten, und spielende Kinder, deren Lachen die Gassen erfüllte. Die Altstadt schien lebendig, als würde ihre jahrhundertealte Geschichte in jeder Ecke weiterleben. Im Zentrum des Kastros, des venezianischen Teils der Altstadt, veränderte sich die Atmosphäre spürbar. Die massiven Mauern, schmalen Fenster und alten Steintore erinnerten an eine Zeit, in der dieses Viertel als befestigte Adelsresidenz diente. Von einer kleinen Terrasse bot sich ein beeindruckender Blick: Unten ein Labyrinth weißer Häuser, darüber der weite Himmel und in der Ferne das tiefblaue Meer, in dem das Sonnenlicht glitzerte. Der Anblick vermittelte ein Gefühl aus Weite und Geborgenheit zugleich. Auf dem weiteren Weg stieß der Besucher auf eine kleine orthodoxe Kapelle, die still in einer unscheinbaren Ecke lag. Innen herrschte eine kühle Stille, erfüllt vom Duft brennender Kerzen. Die farbenfrohen Ikonen an den Wänden wirkten zeitlos, als hätten sie die Jahrhunderte unverändert überdauert. Ein älterer Mann betrat die Kapelle, bekreuzigte sich und verharrte einige Minuten im stillen Gebet – eine Szene, die die spirituelle Dimension dieses Ortes unterstrich. Draußen führte der Weg weiter durch eine mit Weinranken bedeckte Gasse. Unter diesem grünen Dach befand sich eine kleine Taverne. Der Besucher setzte sich, bestellte einen lokal produzierten Weißwein und einen Teller Dakos und beobachtete das wechselnde Lichtspiel zwischen den Blättern. Vorüberziehende Reisende aus verschiedenen Ländern prägten das Bild: Paare im leisen Gespräch, Einheimische im freundlichen Austausch mit den Besitzern, Gruppen junger Leute, deren Stimmen und Gesten Lebensfreude ausstrahlten. Als der Tag sich dem Ende neigte und die Sonne langsam im Westen versank, begann die Altstadt von Naxos erneut ihr Gesicht zu verändern. Die weißen Fassaden glühten im warmen Abendlicht, und der Himmel zeigte sanfte Töne von Orange und Rosa. Vom Hafen aus schimmerte das Meer, als bestünde es aus flüssigem Metall. Rückblickend wurde klar: Die Altstadt von Naxos ist nicht nur ein architektonisches Ensemble, sondern ein atmosphärischer Ort, dessen Mischung aus Geschichte, Alltag und mediterraner Leichtigkeit einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Map – Route
Kastro (Venezianische Burg)
Das Kastro von Naxos, die venezianische Burg aus dem 13. Jahrhundert, präsentierte sich an einem klaren Morgen als ein Ort, an dem Geschichte und mediterraner Alltag auf besondere Weise ineinandergreifen. Schon vom Hafen aus wirkte das mächtige Bauwerk wie ein stiller Wächter über der Stadt. Der Aufstieg begann über verwinkelte Gassen, begleitet von einer leichten Brise, die den Duft von Meer, Stein und einem Hauch nahegelegener Zitrusbäume mit sich trug. Je näher man dem Kastro kam, desto deutlicher zeigte sich seine venezianische Architektur. Die Mauern, aus festen hellen Steinen erbaut, wirken trotz ihres Alters erstaunlich gut erhalten. Schmale Fenster, Wehrgänge und Bögen erinnerten daran, dass dieses Viertel einst ein eigenständiges kleines Reich innerhalb der Stadt war – ein Ort, an dem venezianische Adlige lebten, sich schützten und ihre Macht zur Schau stellten. Im Inneren des Kastros veränderte sich die Atmosphäre spürbar. Die Geräusche der Stadt verstummten, und die Gassen wurden noch enger, gesäumt von Gebäuden, die einst Paläste, Wohnhäuser oder Verwaltungsräume waren. Einige zierten noch die Familienwappen jener venezianischen Geschlechter, die im Mittelalter über die Insel herrschten. Die Luft war hier oben kühler, erfüllt vom leisen Echo vergangener Schritte und dem Flügelschlag einer einsamen Taube, die hoch über den Mauern kreiste. Mitten in diesem historischen Ensemble entdeckte der Besucher das archäologische Museum, das in einem ehemaligen venezianischen Bau untergebracht ist. Seine Sammlungen boten einen Einblick in Jahrtausende kykladischer Kultur, doch das Besondere war die Art, wie sich die Exponate mit der Architektur des Kastros verbanden. Die Räume erschienen wie stille Zeugen einer langen Entwicklung, die weit vor der venezianischen Zeit ihren Anfang genommen hatte. Ein kurzer Spaziergang führte zu einer kleinen Aussichtsplattform. Von dort eröffnete sich ein bemerkenswerter Blick: Die Altstadt lag wie ein weißes Mosaik unter dem Kastro, und dahinter glitzerte die Ägäis. Das Meer schien beinahe stillzustehen, als wolle es den Blick auf Stadt und Burg ungestört lassen. Der Besucher blieb stehen und nahm die Ruhe dieses Augenblicks in sich auf. Auf der anderen Seite der Burg führte ein schmaler Weg zur katholischen Kathedrale, die während der venezianischen Herrschaft errichtet wurde. Ihr Inneres war schlicht, aber würdevoll, und der Duft brennender Kerzen erfüllte die Luft. Ein sanfter Wind wehte durch die halb offene Tür, vermischte sich mit der Stille und schuf eine Atmosphäre, die zugleich sakral und historisch wirkte. Als der Besucher das Kastro wieder verließ, veränderte das Licht der Nachmittagssonne die Farben der Mauern. Sie leuchteten in warmem Gold, während die Schatten der Bögen tief und geheimnisvoll über dem Boden lagen. Auf dem Weg hinunter in Richtung Altstadt schien die Gegenwart des Kastros noch immer spürbar – als sei es mehr als nur ein Gebäude, sondern eine Art Zeitkapsel. Am Ende blieb der Eindruck eines Ortes, der nicht nur Geschichte bewahrt, sondern sie noch immer lebt. Das Kastro von Naxos ist ein Monument der Vergangenheit, das gleichermaßen Ruhe, Würde und einen Hauch mediterraner Leichtigkeit in sich trägt.
Archäologisches Museum Naxos (im Kastro)
Als ich das Kastro von Naxos betrat – vorbei an den engen Gassen und den stillen venezianischen Mauern – zog mich ein Ziel ganz besonders an: das Archäologische Museum, das seit Jahrzehnten in einem historischen Gebäude über der Altstadt untergebracht ist. Der Weg dorthin führte mich über schmale Steinstufen, vorbei an alten Torbögen und Fassaden, die noch immer die Wappen venezianischer Adelsfamilien tragen. Trotz der spätsommerlichen Wärme war die Luft hier oben angenehm kühl und die Ruhe des Viertels verlieh meinem Besuch eine fast feierliche Stimmung. Von außen wirkte das Museum schlicht, beinahe unscheinbar. Doch sobald ich die schweren Türen öffnete und den ersten Ausstellungsraum betrat, fühlte ich mich in eine andere Zeit versetzt. Der Duft alter Mauern, vermischt mit einem zarten Hauch vergangener Artefakte, empfing mich wie ein leises Flüstern aus der Vergangenheit. Die Räume waren hoch und lichtdurchflutet, und die alten Steinbögen des Gebäudes erinnerten daran, dass auch die Architektur selbst Geschichte ist. Zuerst erkundete ich die Sammlung der kykladischen Kunst, für die Naxos so berühmt ist. Besonders faszinierten mich die Marmorfiguren aus der Bronzezeit – schlicht, stilisiert und dennoch voller Ausdruck. Jede schien ihre eigene Geschichte zu erzählen, auch wenn sie oft nur aus klaren Linien und reduzierter Form bestanden. Ich stellte mir vor, wie Menschen diese Figuren vor mehr als viertausend Jahren erschufen – und fühlte unerwartet eine Verbindung zu ihnen. Weiter ging es durch Räume mit Keramik, Werkzeugen und Schmuck aus verschiedenen Epochen. Manche Stücke waren zart und elegant, andere robust und funktional. Besonders beeindruckte mich eine Sammlung fein bemalter Gefäße, deren Muster noch immer lebendig wirkten. Ich verweilte vor ihnen, betrachtete die Details und versuchte mir das Leben der Menschen vorzustellen, die diese Objekte einst benutzten. Ein weiterer Raum war den römischen und frühchristlichen Funden gewidmet. Fußbodenmosaike, Grabreliefs und kleine Alltagsgegenstände erzählten die Geschichte eines Naxos, das im Laufe der Jahrhunderte viele Kulturen erlebt und aufgenommen hat. Die Vielfalt der Exponate ließ mich die Insel neu erleben – nicht nur als Urlaubsziel, sondern als jahrtausendealtes kulturelles Zentrum im Herzen der Ägäis. Besonders bewegend war ein kleiner Balkon des Museums, der den Blick auf die Altstadt freigab. Ich trat hinaus und sah hinab auf das Meer aus weißen Häusern, das sich bis zum tiefen Blau des Wassers erstreckte. Der Kontrast zwischen der lebendigen Gegenwart draußen und den stillen, uralten Artefakten drinnen ließ mich die Bedeutung dieses Museums noch eindringlicher spüren. Es war, als verbände das Gebäude beide Epochen miteinander. Als ich schließlich das Museum verließ und durch die engen Gassen des Kastro zurückging, nahm ich ein Gefühl tiefer Verbundenheit mit der Geschichte der Insel mit. Der Besuch hatte mir nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch eine stille, fast meditative Erfahrung – für einen Moment Teil einer weit größeren Zeit zu sein. Das Archäologische Museum von Naxos ist nicht nur ein Ausstellungsort – es ist ein Fenster in die Vergangenheit, durch das man still, nachdenklich und bereichert wieder hervorgeht. Karte – Route
Sightseeing auf Naxos – Tempel, Kouros-Statuen & historische Sehenswürdigkeiten
Belman Bar Naxos – Entspannte Abende mit Wein & Cocktails
Belman Bar Naxos – Entspannte Abende mit Wein & Cocktails Wer auf Naxos einen Abend fernab der großen, lauten Bars verbringen möchte, landet unweigerlich im Belman – und bereits vom ersten Moment an fühlt sich der Abend wie eine kleine Auszeit an. Schon beim Betreten fällt auf, wie durchdacht der Raum gestaltet ist: warmes Licht, eine Mischung aus modernen und typisch inseltypischen Elementen sowie eine dezente Musikauswahl, die Gespräche unterstützt, statt sie zu übertönen. Man fühlt sich eher wie im Wohnzimmer eines Freundes als in einer anonymen Bar. Besonders in Erinnerung bleibt der Service: Das Team ist aufmerksam, ohne jemals aufdringlich zu sein, erklärt auf Wunsch die Getränke ausführlich und gibt echte Empfehlungen, die nicht den Eindruck erwecken, als wolle man einfach nur das teuerste Getränk verkaufen. Stattdessen hat man das Gefühl, dass diese Leute ihre Karte kennen und lieben und stolz darauf sind, ihren Gästen etwas wirklich Perfektes einzuschenken. Ein Highlight des Abends war die Auswahl an griechischen Weißweinen, die im Belman nicht nur beiläufig angeboten, sondern bewusst präsentiert werden. Die Weine sind gut gekühlt, aromatisch und zeigen auf wunderbare Weise, was die Region zu bieten hat – ideal, wenn man Naxos nicht nur sehen, sondern auch schmecken möchte. Wer Cocktails bevorzugt, findet eine Auswahl, die nicht willkürlich wirkt: kreative Kombinationen, perfekt ausbalanciert, weder zu süß noch zu alkoholisch und optisch ansprechend, ohne in reines „Showmixen“ abzugleiten. Was diesen Ort von vielen anderen unterscheidet, ist die gelungene Mischung aus Lebendigkeit und Ruhe: Belman ist ideal, um sich mit Freunden zu treffen, in kleinen Gruppen zusammenzusitzen und lange Gespräche in entspannter Atmosphäre zu führen. Gleichzeitig wirkt der Ort nie überfüllt oder hektisch, selbst wenn alle Plätze belegt sind – ein Zeichen für gute Planung und ein Team, das alles im Blick behält. Preislich liegt das Belman im Rahmen der gebotenen Qualität: Die Getränke und Weine gehören zwar nicht zu den günstigsten der Insel, doch jede Bestellung fühlt sich aufgrund der Zubereitung und der Produktqualität absolut gerechtfertigt an. Angesichts des Ambientes, des Service und der sorgfältig zusammengestellten Getränkeauswahl hat man das Gefühl, ein rundum harmonisches Erlebnis zu genießen, statt einfach nur „irgendwo etwas zu trinken“. Letztendlich wirkt das Belman wie ein Ort, der von Stammgästen geliebt und von Reisenden entdeckt wird, die kleine, charaktervolle Lokale schätzen. Wer auf Naxos einen entspannten Abend mit gutem Wein oder kreativen Cocktails in sehr angenehmer Umgebung verbringen möchte, findet hier genau die richtige Atmosphäre – und versteht schnell, warum die Bewertungen so nah an 5 Sternen liegen. Karte – Route